in der Bundesrepublik Deutschland und Polen
  • Palast der Nationen

  • Тоҷикистон – биҳишти рӯи замин

Administrativ

Allgemeines

  • Seit  1924 als Hauptstadt der Republik Tadschikistan.
  • Einwohner: 706,1 Tausend (Stand 1. Januar 2010)
  • Duschanbe besteht aus 4 Bezirke: Ismoili Somoni, Sino, Firdousi und Schohmansur
  • Industrie:  Tojikkabel AG, Tojiktextilmasch, Tabakfabrik, Nassoji Tojik  GmbH,  Nafisa GmbH,  Kuhandiz, Nonpaz  Nonpaz GbR, Shirin AG, insgesamt 322  Groß- Mittel- und Kleinunternehmen
  • Anteil der  Industrieproduktion der Stadt Duschanbe in der Gesamtproduktion im 2009  beträgt 9,0%.
  • Im Jahre 2009 wurde 168 Millionen Kwatt /Stunde Strom hergestellt, 185,6 Tausend Tonnen Zement,  3,9 Millionen
  • Investitionan  zum Ausbau der Wirtschaft in Duschanbe 747911,3 Tausend Somoni (Stand 2009) oder 19,2% der Gesamtinvestitionen
  • 107 Vorschuleinrichtungen
  • 127 – Allgemeinbildende Schulen mit 166,9  Tausend Schülern und Schülerinnen),
  • 21 – Hochschulen mit 96,3 Tausend Studenten,
  • 19 – Bibiliotheken mit 3,8 Millionen Bücher,
  • 7 Theater
  • 8 Museen
  • 35- Klnik und medizinische Einrichtungen, (176,7 Besuche  von 10 000 Stadtbewohner pro Schicht), 5,1 Tausend  ausgebildete Ärzte,  4,9 Tausend medizinisch ausgebildeten Personal

Die Stadt Duschanbe liegt auf dem malerischen fruchtbaren Hissor- Tal, auf einer Höhe von 750-930 Meter über dem Meeresspiegel. Ihr Territorium beträgt 126,59 km2. Vom Norden nach Süden überquert die Stadt den Fluss „Duschanbenka“ (Duschanbechen) und vom Osten nach Süden der Fluss Kofarnihon. Der überwiegende Teil der Stadt wird durch die Flüsse Duschanbinka und sein Nebenfluss Warsob geteilt.

Duschanbe ist eine grüne Stadt, erbaut mit den menschlichen Händen im Vorgebirgsgürtel. Die Häuser und Wohnblöcke sind unter Berücksichtigung der aktiven seismischen Verhältnisse gebaut. Sie ist eine von den höchsten Gebirgshauptstadt der Welt und eine von den größten Kulturzentren der zentral asiatischen Region.

Innerhalb der Republik ist Duschanbe, die einzige Stadt mit der Aufteilung in die Bezirke. Die Stadt ist in 4 Bezirken aufgeteilt: Ismoili Somoni, Sino, Firdousi und Schohmansur.

Das Gesetz der Republik Tadschikistan über den „Status der Hauptstadt der Republik Tadschikistan“ bestimmt die organisatorischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Stadt Duschanbe bei der Verwirklichung ihrer Funktion als Hauptstadt des Landes. Duschanbe hat ihr eigenes Stadtwappen.

 Duschanbe verbindet eine altertümliche Geschichte. Auf dem Territorium des heutigen Duschanbe haben die Archäologen Erzeugnisse gefunden, die auf die Zeit des Greko-baktrischen Reiches (Ende des III Jahrhundert vor. u. Z.) und der Kuschan- Periode (7-8 Jahrhundert)  zurückgehen. Die Befinde geben Auskunft darüber, dass das Leben in dieser Gegend in den Entwicklungs- und späten Mittelalter existierte. In den schriftlichen Überlieferungen wird das heutige Duschanbe im 17. Jahrhundert als „die Gegend Duschanbe“, in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts  als „Kreis Duschanbe“ und „die Stadt Duschanbe“ erwähnt. 

Der letzte Emir des Emirats Buchara ist 1920 aus Buchara entflohen und machte Duschanbe als seine vorläufige Residenz. Erst nach 4 Monate ist er gezwungen, Duschanbe zu verlassen und ins Ausland zu fliegen, um den Bolschewiken zu entgehen. Ende 1921 wird die Stadt Duschanbe von 10 000  Rebellen (Bosmastschen) und unter Führung des türkischen Heerführers Enwer-Pascha belagert. Erst am 14. Juli 1922 geht die Stadt an die Bolschewiken, den Angehörigen der Sowjetmacht über.

Anstelle des heutigen Duschanbe lagen bis 1924 drei kleine Dörfer: Duschanbe, Sari Osiyo und Schohmansur. Aus dem tadschikischen übersetzt heißt Duschanbe Montag. An diesem Tag fand in Duschanbe ein Dorfmarkt statt.

Mit der Gründung der Tadschikischen Autonomen Sowjetischen Sozialistischen Republik (TASSR) im Oktober 1924 wurden die drei oben erwähnten Dörfer zusammengelegt und in die Stadt Duschanbe umgewandelt. Die entstandene Stadt wurde zunächst die Hauptstadt der TASSR und in den Jahren 1929 -1991 die  der Tadschikischen Sowjetischen Sozialistischen Unionsrepublik. Sie ist seit dem 9. September 1991 die Hauptstadt der unabhängigen Republik Tadschikistan. Von 1931 bis 1961 trug die Stadt den Namen Stalinobod.

Im Laufe von 84 Jahren hat sich Duschanbe aus einem kleinen Dorf in eine grüne, moderne, schöne und attraktive Stadt umgewandelt.  Gegenwärtig hat die Stadt über 600 000 Einwohner.

Duschanbe kann man heute nicht nur als Zentrum der politischen, kulturellen, wissenschaftlichen Ereignisse bezeichnen. Alle zentralen Behörden der Staatsgewalt, der staatlichen  und privaten Einrichtungen sind in Duschanbe. Hier finden wichtige bedeutende politische Veranstaltungen statt. Darüber hinaus ist Duschanbe der Ort von vieler internationalen Forums, Besuche und Treffen der Staatsoberhäupter. Jährlich wird die Hauptstadt von Dutzenden der offiziellen Delegationen  und Tausenden der ausländischen Gäste besucht.

Mittlerweile haben 30 Staaten ihre diplomatischen Vertretungen und Missionen in der Stadt Duschanbe geöffnet. Hunderte von internationalen Organisationen sind in Duschanbe tätig.

Es funktionieren in der Stadt die Akademie der Wissenschaften, über 20 wissenschaftliche Forschungsinstitute, die Landwirtschaftsakademie, 20 Universitäten und Hochschulen, 10 landwirtschaftliche Hochschulen, Hunderte von Vorschuleinrichtungen, 7 Theater, (das Operntheater S. Ayni, Akademisches Schauspielhaus A. Lohuti, Russisches Schauspielhaus W Mayakowskiy, Jugendtheater M. Wohidov, Puppentheater,  u. a. m.), die tadschikische Philharmonie, Zirkus, über 70 Kinos, das Filmsstudio Tojikfilm, über 180 Staats- und öffentliche Bibliotheken, Museen, Parkanlagen, Vergnügungsanlagen und vielen anderen öffentlichen Einrichtungen. 

Die Baubranche boomt zurzeit in Duschanbe. Es entstehen in der Stadt neue attraktive Verwaltungsgebäuden, Hochschuleinrichtungen, Kulturzentren und unzählige mehrstöckige Häuser. Sehenswert sind der Schloss der Nationen, das Regierungsgebäude, das Parlamenthaus, Operntheater, der Kulturkomplex Kochi Borbad, die Hotels, Banken, Teehäuser und vielen anderen. 

Zu den Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt gehören „Platz der Freundschaft mit dem majestätischen Denkmal von Ismoili Somoni, der Siegesplatz mit dem Monument zu Ehren der Sieg während des Großen Vaterländischen Krieges und vielen anderen. Der Lieblingsort vieler jungen Duschanbiner und Studenten sind „Allee der Verliebten“ auf der Hauptstrasse, der Botanischer Garten, die staatliche Nationalbibliothek Firdousi.

Duschanbe bietet ein durchaus interessantes Nachtleben mit vielen Möglichkeiten an. Zahlreiche Cafes und  Kneipen, Teehäuser, Restaurants, Diskos und Nachtclubs sorgen für gemütliche Abendstunden mit dem kalten frisch gezapften Bier, Schaschlik und frische Obst oder grünen Tee mit orientalischen Süßigkeiten.

In Duschanbe gibt es ein polygraphisches Kombinat und zahlreiche staatliche und private Drückereien und Verlage wie „Irfon“, „Adib“, „Maorif“, „Donisch“. Zahlreiche Tages- und Wochenzeitungen erscheinen in tadschikischen, russischen, englischen und usbekischen Sprachen.

Die Verkehrsinfrastruktur, die medizinische Versorgung, soziale und kommunale Dienstleistungen, das Angebot der Kultur- und Sportzentren, Freizeit und Erholdungsmöglichkeiten haben sich im Wesentlichen verbessert.

Duschanbe ist das Hauptindustriezentrum der Republik. Hier leben 15 % der Bevölkerung und produzieren ein Viertel der Bruttoinlandsproduktion. Fast 40% des Industriepotenzials des Landes befinden sich in der Hauptstadt. Das sind 145 Betriebe verschiedener Eigentumsformen mit 25 000 Beschäftigten.  Der Industriekomplex der Stadt bietet über 300 Produkte und Erzeugnisse an.

Als Mitglied der internationalen Organisation für Städtepartnerschaft ist Duschanbe Partnerstadt  zahlreichen Städten der Welt, solche wie Sankt-Petersburg (Russland), Lusaca, Monastir,  Sana, Klagenfurt, Reutlingen, Teheran, Ankara. Im Rahmen der Städtepartnerschaft kommt es zu Meinungs- und Erfahrungsaustausche über den Stadtbau bzw die Stadtverwaltung.

Auf Erlass der UNESCO vom 4. August 2004 wurde der Stadt Duschanbe den „Preis der Stadt der Welt“ der asiatisch-pazifischen Region verliehen. Dieser Preis war die Anerkennung des Beitrags, den die Stadt für Stärkung der Weltwerte, Toleranz und Solidarität im Alltagsleben im 2002-2003 geleistet hatte.

  • Gegründet am 2 Januar 1925
  • Territorium: 64,2 Tausend Quadratkilometer (44,9% der Gesamtfläche Tadschikistans
  • Bevölkerung: 220,6 Tausend
  • Bevölkerungsdichte: 3,4 Menschen pro Quadratkilometer,
  • Das Verwaltungszentrum ist die stadt Khorog
  • Entfernung von Khorog bis Duschanbe  527 km,
  • 19 Vorschuleinrichtungen (1571  Kinder), 318 Schulen mit 43,7 Tausend Schülern, eine medizinische Fachschule und eine Berufshochschule (mit 5 Tausend Auszubildende), 36 medizinische Einrichtungen und 367 Ärzte, 191 Bibliotheken.

Das Autonome Gebiet Bergbadachschan (WABK-GBAO)  wurde am 2. Januar 1925 gegründet und liegt im Osten des Landes. Mit einem Territorium von 63,7 Tausend km2 nimmt Bergbadachschan 44,5% der Gesamtfläche des Landes. Im Norden grenzt es mit Kirgisien, im Osten mit China und im Südwesten mit Afghanistan.

Die Einwohnerzahl liegt im autonomen Gebiet bei 220,6 Tausend Menschen (nach der Volkszählung vom 1. Januar 2010). Das  Verwaltungszentrum des Gebietes ist die Stadt Khorog mit 29,300 Einwohnern. Das Gebiet vereint 7 Verwaltungsbezirke: Wandsch, Darwos, Ischkoschim, Murghob, Ruschon, Roschtqal´a und Schughnon und 43 Dorfgemeinden.

Das Verwaltungs-, Industrie- und Kulturzentrum Khorog liegt in einem Tieftal auf einer Höhe von 2200 Meter über dem Meeresspiegel, an der Mündung des Flusses Gunt in den Pandsch - Fluss. Ungeachtet des bergigen Reliefs ist Khorog eine grüne Stadt und hat eine schöne Parkanlage mit See und Stadion. Um die Stadt herum breiten sich Baumgärten. Zwischen Khorog und der Hauptstadt Duschanbe besteht Land– und Flugverbindung.

Bergbadachschan liegt im Territorium Pamirs, die höchste Hochgebirgszone innerhalb der GUS-Länder. Pamir ist bekannt als „Bomi Dshahon“ (das Dach der Welt). Von Pamir aus reißen in verschiedenen Richtungen die höchsten Bergsysteme der Welt auf, einschließlich Qaraqorum und Himalaja, Hindukusch und Tyan-Schan. Der Westen des Gebietes schließt sich an den Wandschs Bergkamm (5584 Meter), Yazghuloms Bergkamm (Pik der Revolution, 6974 Meter), Ruschons Grat (6080 Meter), Schughnons Grat (5707 Meter). Vom Norden nach Süden erstreckt sich der Gebirgskamm namens Akademie der Wissenschaft mit seinem 7495 Meter hohem Pick Ismoili Somoni und dem Gebirgskamm Ischkoschim. Die meisten Täler Bartang, Ruschon, Schochdara sind auf 2000 bis 3000 Meter über dem Meeresspiegel gelegen.

Der Osten des Bergbadachschans ist eine breite Hochgebirgssteppe, die im Norden an den südlichen Abhängen des Saalays Gebirgskamm beginnt und sich im Süden bis zu den Ufern des Flusses Pandsch hinausstreckt. Pamir ist nach Tibet das höchste Hochgebirgsteil der Erde. Seine Täler und Abhänge befinden sich auf  den Höhen 3500 – 4200 Meter über dem Meeresspiegel. Von den Gletschern Pamirs nehmen die größten Flüsse Zentralasiens Pandsch, Wachsch und Amu- Darya ihren Anfang.

Auf dem Territorium Pamirs liegt der weltbekannte Sarres See, ein Stausee, welcher 1911 infolge eines starken Erdbebens und des Bergsturzes entstanden ist.

Der Westen Badachschans kennzeichnet sich durch ein mäßiges Kontinentalklima. Die Durchschnittstemperatur liegt im Januar bei -7 °C und im Juli bei 22,2°C. Die Zahl der jährlichen Niederschläge beträgt über dem Fedtschenko- Gletscher 1192 mm, in Khorog 263 mm, in Ischkoschim 105 mm. Im Osten Badachschans ist es gewöhnlich kalt. Hier rechnet man mit leichten Niederschlägen, frostigen langen Winter und kühlen kalten Sommer. Die Durchschnittstemperatur liegt in Murghob im Januar bei  -19,6°C, im Juli bei 13 °C.

Flora und Fauna. Im Westpamir wachsen über 1142 Sorten von Pflanzen und Bäumen. In den Schluchten und Tälern des rechten Ufers Pandsch wachsen Apfel, Aprikosen, Wallnüsse, Kirsch– und Süßkirschbäume, Maulbeerbäume, Mandeln, Birnen, Granatäpfel, Berberitzen, Rot– und Weißdorne und viele Fruchtbäume. Auch solche Blätterbäume, wie Weiden, Pappel, Platane, Esche, Birke und Hartriegel sind hier beheimatet. Unmittelbar in der Nähe der Stadt Khorogh liegt der botanische Garten, einer der höchsten Hochgebirgsgarten innerhalb der GUS-Staaten. Hier wird die örtliche Vegetation geforscht und Methoden zur Entwicklung von Gartenbau in Gebirgsregionen entwickelt.

Die Fauna in Bergbadachschan ist vielfältig. Hier sind Raten, Stachel– und Wildschweine, Hasen, Schneeirbis, Bäre, Baumläufer, Archars, Wölfe, Fuchs und Murmeltiere beheimatet. Die Welt der Vögel ist sehr bunt. Man trifft hier Berghuhn, Berggans, Tauben, Steinadler, Falken u.a. 

Bergbadachschan ist reich an verschiedenen Vorkommen. Es wurden Vorkommen von Zinn, Blei, Zink, Wolfram, Molybdän, Edel– und Halbedelmetallen, Bergkristall, Kohl, Asbest, Talkum, Salz, Edelsteine (Lal, Lasurstein), Jaspis, Onyx, Marmor bereits erkundet worden. Mit anderen Worten, es sind in dieser Region die überwiegende Zahl der Elemente vom Mendelevs System vorhanden.  Die größte tadschikische Goldgrube liegt in Badachschan. Das Hauptvorkommen des weltberühmten roten Steineines, den man als Badachschans La´l bezeichnet und mit Almas, Smaragd, Saphir und Rubin in einer Reihe steht, befindet sich in Pamir (Kuhi La´l).

Die Hauptindustriezweige des Gebiets sind Leicht- und Nahrungsmittelindustrie (Bäckereien, Fleisch- und Milchkombinate). Darüber hinaus werden hier auch Baumaterialien hergestellt. Die Wasserenergetik entwickelt sich zurzeit in Pamir. Mittlerweile gibt es einige Wasserkraftwerke (Khorugh, Qalai Xhumb, Wantsch, Oqsuy), die bereits fertig gebaut wurden oder noch gebaut werden.  

In der Zukunft wird dieser Wirtschaftszweig in der Region große Perspektive haben. Die Pamirs Chaussee ist eine von den höchsten Hochgebirgsstrassen der Welt. Die Route von Khorog bis Osch durch die Pamirs Chaussee ist reich an zahlreichen Kurven und geht am Rande vieler Abgründe und Schluchten vorbei, die über Hunderte Meter tief sind und  den 4655 Meter hohen Ak-Baytal Paß überquert.

Im Jahre 1998 hat sich in der Geschichte Bergbadachschns eine neue Seite aufgeschlagen. In diesem Jahr wurde das damals noch nicht fertig gebaute Hig-Way Kulob-Murghob-Qulma-Qaraqorum geöffnet. Diese Verkehrsader ermöglicht Tadschikistan den Zugang in den größten Seehäfen Chinas, Pakistan und Indien.

Die Dorfeinwohner Badachschans sind an den Flussufern, in den schmalen Tälern zwischen den Bergen, zwischen den zerstreuten Felsen und riesengroßen von den Bergen heruntergerollten Steinen besiedelt. Die Dörfer werden je nach dem, ob sie oberhalb des Bergabhangs liegen oder darunter, in zwei Gruppen verteilt, nämlich in die „Bolo“ (Ober-) und „Poyon“ (Nieder-).

Die Anbaufläche beträgt nur 2 % der Gesamtfläche des Gebietes. Die Bergbadachschanis sind althergebrachte Ackerbauer. Rinderhaltung hat für sie eine Nebenbedeutung. In Pamir werden auf den Ackerflächen hauptsächlich Weizen, Gersten und Hirsen, in den Bergen Apfelbäume, Kirschen, Aprikosen und Birnen angebaut. Die Jagd hatte in Pamir immer eine große Bedeutung. Man hält die Jagd als ein heiliger, Sakralakt, den man mit dem Ritual der Opferung vergleichen kann. Es werden hauptsächlich nach Steinböcke und Schafböcke gejagt. Steinböcke und Schafböcke werden als reinste Tiere bezeichnet, weil sie nach dem Volksglauben angeblich von den Berggeistern geweidet werden. Einer, der vom Jagdfleisch verzehrt hat, will für 40 Tage rein von jeglichen bösen Kräften werden. Gejagt werden auch  Irbisse, Bären und Füchse. Das Haus eines Bewohners im Westpamir ist quadratisch und ohne Fenster. Es hat ein flaches Dach und aus Steine und Rohziegel gebaut. An den Innenwänden und Veranden werden gewöhnlich verschiedene Ornaments gemalt bzw. geschnitzt. In den Innenräumen werden Türen und Säulen eingebaut.

Heutzutage werden überall einstöckig bis zweistöckige Steinhäuser gebaut. Die dekorative und angewandte Kunst der Tadschiken im Bergbadachschan besteht aus Holzschnitzerei (Teile der Gebäude, Wiege, verschiedene Schmuckkästchen und Dosen), Stickerei u a.m. Besonders berühmt sind die gemusterten Socken aus feiner Wolle, die man als „Dschurobhoi Pomiri“ (Pamirs Socken) bezeichnet. In Ostpamir leben auch kirgisische Minderheiten. Die Behausung der Kirgisen besteht aus schwarzen runden Filzzelten.

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